sleep part 1 - rhythmus

Geht es euch auch so, dass ihr das Thema Schlaf auf einmal überall seht? Wird das Thema aktuell immer größer? Oder ist es jetzt erst soweit, dass man darüber spricht? Denn wer gibt schon gern zu, dass er schlecht schläft oder gar nicht schlafen kann. Schlaf steht ja schon irgendwie für ein ausgeglichenes und gesundes Leben. Denn wie oft hört oder liest man denn auch den Ausdruck "gesunder Schlaf"? - Sehr oft.....

An dieser Stelle muss ich gleich mal sagen: Ja, das Thema Schlaf ist riesengroß und ich werde dazu wahrscheinlich ein paar Artikel schreiben. Denn viele viele Einflussfaktoren spielen eine Rolle, wenn es um einen nennen wir es mal erholsamen Schlaf geht.

Ich dachte ja zum Beispiel immer, dass ich überhaupt keine Probleme mit dem Thema Schlafen habe, denn ich habe ja jede Nacht geschlafen. Jedoch gab es einige andere Themen in meinem Körper, die nicht so richtig rund liefen. Und als ich angefangen hatte, mich mit diesen zu befassen, ist mir aufgefallen,


dass meine Art und Weise wie ich schlafe eine sehr große Rolle darin spielt, wie ich mich sonst in meinem Körper fühle. Also habe ich mich wohl oder übel auch eingereiht in die Gruppe der Schlafsuchenden. Obwohl ich sicherlich in diesem Thema kein Profi bin und es einige andere gute Tipps und Tricks gibt, teile ich hier mit euch einfach meine persönlichen Erfahrungen und vielleicht ist ja die ein oder andere Sache dabei, die euch auch hilft.


rhythmus ist das entscheidende


Ich persönlich habe viele viele Jahre so gar keinen Rhythmus oder Tagesablauf in meinem Leben gehabt. Lag daran, dass ich immer sehr unterschiedliche Jobs zur gleichen Zeit gemacht hatte. Nur damit ihr euch mal vorstellen könnt, von was ich da rede - ein typischer Freitag sah so aus: tagsüber war ich im Büro, am frühen Abend habe ich eine Yogastunde gegeben, danach bin ich kurz nach Hause gefahren zum Abendessen und Duschen und dann ging es zu meinem 3. Job in einem Nachtclub. Dort war ich dann bis 4 oder meist 5 Uhr morgens und dann wieder ab nach Hause, weil vier Stunden später der Wecker klingelte, da wieder eine Yogastunde um 10.30 Uhr anstand. Und so und ähnlich ging das jahrelang.


zur ruhe kommen


Ich bin also ganz und gar nicht zur Ruhe gekommen. Von den verschiedenen Phasen des Schlafes (Einschlafen, leichter Schlaf, Tiefschlaf, Traumschlaf) ganz zu schweigen.

Und ja die erste große Veränderung war, einen Tagesrhythmus zu finden. Das wurde natürlich extrem dadurch unterstützt, dass ich mich irgendwann komplett selbstständig gemacht hatte und mich beruflich nur noch aufs Yoga konzentriert. Also kein "normaler" Bürojob und keine Nachtgastronomie mehr. Und das war ein großer Meilenstein auf dem Weg zum zur Ruhe kommen: Zeit haben zu schlafen.


timing von schlaf


Einige einige andere Dinge habe ich ausprobiert und keine Sorge ich werde alle in den nächsten Wochen mit euch teilen, bevor ich zu dem entscheidenden Schlüssel für mich gekommen bin: Ich muss meinen Schlaf timen und ihm damit einen Rhythmus geben. Also nicht nur einen Tagesrhythmus sondern vor allem einen Schlafrhythmus musste ich für mich kreieren. Heißt also: ich plane meinen Schlaf als erstes und dann mein Leben. Davor habe ich immer den Schlaf um mein Leben geplant. Also immer wenn ich kurz Zeit hatte, habe ich ein Mittagsschläfchen gemacht oder eben den Wecker morgens früher oder später gestellt, je nachdem, wann ich los musste.


no need for mittagsschlaf anymore


Mittagsschlaf ist ja auch etwas, das man oft aus Erschöpfung macht. Seitdem ich jedoch meinem nächtlichen Schlaf ausgiebigst Raum gebe, brauche ich persönlich keinen Mittagsschlaf mehr, denn ich bin ich so ausgeruht, dass meine Kraft über den ganzen Tag anhält und ich kein Erschöpfungsgefühl mehr zwischendrin spüre.


how to do time your sleep?


Was habe ich nun konkret geändert?

  1. Eine feste Anzahl an Stunden von Schlaf: bei mir sind es 8 Stunden pro Tag

  2. Eine feste Uhrzeit, an der ich jeden Tag aufstehe. Und hier ist wirklich das Entscheidende, du kannst diese Uhrzeit variieren und verändern, aber weiche nie mehr als eine Stunde von dem täglichen Rhythmus ab. Sprich wenn du jeden Tag um 8.00 Uhr aufstehst, dann wäre die frühste Uhrzeit 7.00 Uhr und die späteste 9.00 Uhr an denen du aufwachsen solltest.

  3. Plane deine Einschlafzeit! Das habe ich früher nie gemacht und war etwas, was mir gefehlt hat, ohne dass ich es wusste. Das heißt, wenn ich um 8.00 Uhr aufstehe, dann liege ich allerspätestens um 0.00 Uhr (besser noch zwischen 23.30-0.00 Uhr) im Bett.

  4. Plane deine Wind-Down Zeit! Das ist die Zeit bevor du ins Bett gehst. Und welche Dinge man hier machen kann, dazu wird es ein paar andere Artikel geben. Aber so viel vorweg: Meditation, Duschen / Badewanne, Lesen etc. gehören dazu

und danach?


Danach ist mir einfach aufgefallen, dass mein Schlaf sich anders angefühlt hat. Ich viel geträumt habe und vor allem viel frischer und mit viel mehr Energie aufgewacht bin. Sprich mir das Aufstehen auf einmal nicht mehr schwer fiel. Der Unterschied fällt mir jedes Mal extrem auf, wenn ich die ein oder andere Nacht diesen Rhythmus nicht einhalten kann und ich mich am Tag danach einfach nicht so fit fühle. Das heißt also auch hier: wahrnehmen, reinspüren, auf dein Gefühl hören und die Dinge machen, die sich für dich gut anfühlen. Und da gehört es auch dazu auszuprobieren!


bon voyage - jasmin