what next?


Irgendwie ist gerade in meinem Leben eine Zeit alles zu überdenken und vor allem zu entscheiden, wohin die Reise weitergehen soll. Und ich kann dir sagen, das ist echt nicht einfach. Denn im Yoga lernen wir oft, im Moment zu sein, hier und jetzt, in kompletter Präsenz. Und im Leben müssen wir oft die nächsten Schritte planen, die nächsten Wochen, Monate und oft in meinem Fall auch Jahre. Richtig gehört Jahre, denn wenn es um Retreats oder Ausbildungen geht, müssen die Locations Jahre im Voraus gebucht werden. Das habe ich die letzten Jahre immer und immer wieder gemacht und das war die richtige Entscheidung für diesen Moment damals. Und jetzt? Jetzt fühlt es sich irgendwie nicht mehr richtig an, soweit im Voraus zu planen. Denn wer weiß schon, was in 2 oder 3 oder gar 5 Jahren wirklich sein wird. Ich sicher nicht, denn


ich weiß ja noch nicht mal was ich heute Abend zu Abend essen werde. Und sollte es denn so auch nicht sein? Denn dann bin ich frei zu entscheiden, worauf ich heute Abend auch überhaupt Lust habe. Ich hole alle Sinne dazu, wie soll mein Dinner aussehen, sich anfühlen, riechen und schmecken. Natürlich braucht es immer ein Stück weit Rahmenbedingungen. Also in meinem Fall: Heute Abend wird es ein Dinner geben. Jedoch wie dieses Dinner dann genau aussieht, entscheide ich vielleicht erst kurz vorher. Auch wenn das bedeutet, nochmals kurz in den Supermarkt zu gehen oder im besten Fall mir etwas von den Dingen in meinem Kühlschrank auszusuchen. Und das ist für mich ein wahrer Luxus, ja diese Freiheit zu haben, entscheiden zu können, welches wunderbare Gericht ich mir hier zaubern werde. Und ohne da jetzt zu weit zu gehen, ist das ein Luxus, den wahrlich nicht jeder Mensch auf dieser Welt hat. Oft sehen wir gar nicht, dass in den kleinen Dingen des Lebens wahrer Reichtum steckt.


wahrer reichtum steckt in den kleinen dingen des lebens


Worauf will ich denn nun eigentlich hinaus? Natürlich gehört ein Plan im Leben, ein Ziel im Leben und damit auch ein Entscheidungen treffen auf jeden Fall dazu. Ich bin ein großer Fan davon. Jedoch nur in den Rahmenbedingungen. Das heißt in meinem Fall - ich werde zu 100% weiterhin selbstständig sein und nicht mehr in ein Anstellungsverhältnis gehen. Ob jedoch diese 100% selbstständig sein weiterhin ausschließlich mit Yoga zu tun haben werden? Nein - soweit bin ich schon gekommen. Und das ist scary. Denn die letzten 20 Jahre haben sich fast ausschließlich um Yoga gedreht - die letzten 10 Jahre sogar 100% Yoga und so sehr ich diesen Yogaweg liebe und auch weiterhin gehen werde, bin ich nun mal nicht die Yogajasmin, wie mich mal ein Bekannter genannt hat. Ja, ich bin Jasmin. Jedoch Jasmin mit vielen Lieben wie Fotografie, Film, Design, Kunst, Ästhetik und ja auch Yoga. Aber Yoga ist nur ein Teil meines Lebensweges und nicht mein ganzer Weg. Muss sich denn in meinem Leben 24/7 alles um Yoga drehen? Nein. Kann Yoga auch nebenher da sein, auch wenn man vielleicht beruflich etwas ganz anderes macht? Ja - auf jeden Fall.


yoga kann immer da sein


Das ist doch die wahre Freiheit, sich wirklich immer wieder neu entscheiden, selbst wenn man wie in meinem Fall einen Weg 20 Jahre lang gegangen ist. Das ist für mich wahre Yogapraxis, immer wieder genau hinschauen, wirklich im Moment sein und dann zu spüren und wahrzunehmen, ob sich denn der aktuelle Weg immer noch stimmig anfühlt. Oder ob man sich selbst inzwischen verändert, weiterentwickelt hat oder gar inzwischen die eigenen anderen Träume, die vielleicht lange gewartet haben, man nun endlich verwirklichen will. Und so werde ich anfangen, meine noch schlafenden Träume nun langsam auf meinem Lebensweg Platz und Raum zu geben, damit diese auch wachsen können, sowie mein Traum von Yoga gewachsen ist.


Welchen Traum wirst du dir verwirklichen?


bon voyage - jasmin