how i became a yoga teacher



Da war ich also, im Fitness Studio, jeden Dienstag Abend, auf der Yogamatte in einer Jivamukti Yogastunde. Damals war Jivamukti Yoga die coole neue Yogaform aus NYC. Eine Stadt von der ich schon immer träumte, mal dort zu leben. Hier kam ich zumindest mit etwas aus NYC in Kontakt. Nach einem Jahr schickte mich die Yogalehrerin zum Jivamukti Yogastudio in München. Und dort traf ich auf sie alle, meinen ersten Yogalehrer Michi Kern, Patrick Broome, Gabriela Bozic, Petros Haffenrichter und viele weitere. Es war eine Zeit weit bevor die Deutsche Fußballnationalmannschaft yogierte und auch noch sehr wenige Menschen Jivamukti Yoga praktizierten. Wenn die Yogastunden voll waren, waren vielleicht 20 Personen im Raum und nicht wie kurz vor Big-C mit bis zu 70 oder mehr.


Und ich fiel natürlich auf, weil ich meist mit Abstand die Jüngste im Raum war. Daher kam ich relativ schnell in einen sehr engen Kontakt mit den oben genannten Besitzern des Studios, denn ja damals haben sie alle zusammen das Studio geleitet. Natürlich wurde damals Yoga schon immer populärer, also hat es nicht lang gedauert und sie haben ein neues großes Yogastudio also Filiale 3 in der Müllerstr.3 eröffnet und da kam ich ins Spiel. Denn es brauchte einen Rezeption und jemanden, der dort mehr oder minder die Leitung übernehmen konnte. Ich war gerade 18 Jahre alt und Gabriela fragte mich, ob ich denn diese Person sein möchte. Sagen wir es so, ich habe nicht mal mit der Wimper gezuckt, um ja zu sagen. Das kam genauso wie damals an der Bushaltestelle (siehe den Artikel hier) aus meinem Bauchgefühl.



jivamukti yoga


Da war ich also - tag und nacht - an der Rezeption der Müllerstr.3 und das wirklich sechs Tage die Woche. Ich habe viele viele Menschen kennengelernt, darunter auch viele weltberühmte Yogalehrer wie Bryan Kest, Gurmukh, Todd Tesen und natürlich auch Sharon Gannon und David Life, die Gründer des Jivamukti Yoga. Ich war also mittendrin in einer Szene, die auf einmal anfing sich so schnell zu entwickeln und mit rasanter Geschwindigkeit zu wachsen, dass auch plötzlich immer mehr Menschen nach NYC pilgerten, um dort die Jivamukti Yoga Ausbildung zu machen. Ich gehörte nicht dazu. Denn wie ich dachte, gab es ja schon meine Rolle in dem Ganzen - die Rezeption.



meine erste berührung mit dem lehrersein


Womit ich jedoch nicht rechnete, als die neuen Yogalehrer aus NYC zurückkamen, mussten sie eine Art Assistenzzeit im Studio machen. Also waren sie auch viele viele Stunden dort, nicht nur um selbst Yoga zu üben, sondern auch um das Unterrichteten zu üben. Das fand immer in Minigruppen mit einem Mentor (also einer der großen Jivamuktinamen) statt. Tja und wo man lehren möchte, braucht es auch jemanden der am Unterricht teilnimmt und da kam ich ins Spiel. Somit war ich diejenige, die wirklich alle Teachings, alles Wissen, alle Tipps und Tricks mit aufsog und das Thema Yogalehrersein stand für mich auf einmal im Raum. Und auch da war ich immer noch fest der Meinung, das ist nichts für mich. Warum? Meine Antwort war immer: ich kann keinen Kopfstand. Und dabei ging es mir nicht um den Kopfstand selbst, sondern darum, dass ich viel mehr eigene Yogapraxis sammeln wollte, um überhaupt irgendwie mit dem großen Universum Yoga in meiner kleinen Welt klarkommen zu können. Was ganz süß war, einige Nachwuchslehrer nahmen sich dem Thema Jasmin's Kopfstand natürlich an, aber das ist eine andere Reise, von der ich einmal an anderer Stelle erzählen werde.



meine erste yogaausbildung


Nachdem der Hype um Jivamukti Yoga immer größer wurde, dauerte es nicht sehr lang, bis es die erste deutsche Jivamukti Yogalehrerausbildung in Berlin gab. Geleitet wurde sie vom Chef also Patrick Broome höchstpersönlich. Und ja, die Frage aller fünf Chefs war, ob ich nicht dort mitmachen möchte. Denn ich war ja ein so fester Teil des Teams und das würde einfach nur passen. Meine Antwort: Nein, denn ich kann immer noch keinen Kopfstand und außerdem fühle ich mich viel zu jung und neeee besser nicht.


So dauerte es nochmal so ungefähr drei Jahre, wo ich weiter jeden Tag an der Rezeption stand, noch mehr internationale Yogalehrer kennenlernte und vor allem noch viel mehr Wissen über Yoga und das Unterrichten selbst erlangte, da es ja immer wieder neue Assistenzlehrer gab und ob ich wollte oder nicht, allein dadurch, dass ich da war, bekam ich mit, was sie lernten. Nach diesen drei Jahren war es so weit, die zweite deutsche Jivamukti Yogalehrerausbildung auf der Fraueninsel am Chiemsee stand an. Patrick Broome kam auf mich zu und meinte: So Jasmin jetzt in dieser Runde bist du dabei. Es war eine Zeit, in der ich sehr eng mit Patrick zusammenarbeitete, er hatte sich gerade von den Jivamukti Yogastudios gelöst und sein eigenes Studio in München eröffnet und er nahm mich dorthin mit - an die Rezeption. Ich hatte ein relativ kurzes persönliches Gespräch mit ihm und ja er gab mir einen kleinen Push und aber auch eine große Unterstützung und somit war ich dabei im Jahr 2010 am Chiemsee. Und das war der Start: 4 Wochen intensives Lernen und zwar wirklich von 6.00 - 23.00 Uhr, ein magischer Ort die Fraueninsel und darüberhinaus viele interessante Menschen. Und für mich war immer klar, wenn ich diese 4 Wochen mache, dann werde ich danach auch unterrichten. Und das tat ich wirklich direkt 2 Monate nach meiner Ausbildung. Aber dazu an anderer Stelle mehr.



bon dimanche - jasmin