das gute alte trockenbürsten




Wer kennt nicht das gute alte Trockenbürsten? Das ist nicht nur eine Ganzkörpermassage, sondern es sorgt auch gern mal für eine streichelzarte und straffe Haut, Stimulation der Durchblutung und Anregung des Lymphsystems.


Kein Wunder also, dass das Bürsten der trockenen Haut, was eigentlich ja ein Pflegeritual mit einer sehr langen Tradition ist, inzwischen wieder als Beauty-Trend gehyped wird. Denn es kann sowohl das Herz-Kreislauf-System stimulieren als auch das Lymphsystem anregen. Das Lymphsystem ist Bestandteil des Immunsystems und dient der Ausleitung von Abfallstoffen aus dem Körper. Ist es beeinträchtigt, kann es unter Umständen zu einer verstärkten Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe kommen. Durch das Trockenbürsten der Haut wird der Lymphfluss und damit der Abtransport unerwünschter Stoffe unterstützt.



bye bye dellen


Wer kennt nicht die unliebsamen Dellen im Gewebe namens Cellulite? Diese entstehen unter anderem durch besagte angestaute Lymphflüssigkeit und es ist durchaus möglich, dass eben unerwünschte Dellen durch die anregende Massage reduziert werden und das Bindegewebe insgesamt straffer erscheint.



yes zum peelingeffekt


Ein anderer Vorteil des Trockenbürstens ist der Peeling-Effekt. Es werden abgestorbene Hautschüppchen abgetragen und die Hauterneuerung angeregt. Bei regelmäßiger Anwendung oder besser gesagt, das Trockenbürsten wird Teil deiner Beauty-Routine, wird die Haut streichelzart. No Extra-Peeling needed.



when to do?


Am besten ungefähr 2x wöchentlich und auf jeden Fall vor dem Duschen, damit danach mit lauwarmen Wasser die abgestorbenen Hautschüppchen weggespült werden. Und ja durch die anregende Wirkung wird meistens empfohlen, das Trockenbürsten in die Morgenroutine einzubauen. Dem schließ ich mich persönlich komplett an, jedoch habe ich für euch auch einen Tipp für die Abendroutine weiter unten im Text bei Jasmin's Tipp.



welche bürste nehmen?


Das kommt natürlich komplett auf deinen Hauttyp an. Jedoch sind im Groben und Ganzen 2 Dinge zu beachten: die Größe und das Material.

Ich persönlich habe eine Bürste mit natürlichen Borsten und einem mittellangen Griff. Es gibt auch Bürsten mit einer Handschlaufe, die natürlich meist sehr gut in der Hand liegen und sich somit besonders einfach über den Körper führen lassen.



how to do it?


Damit ein guter Effekt entsteht, kommt es mal wieder wie in so vielen Dingen vor allem auch auf die richtige Technik an. Was man sich merken kann:

Die Massage erfolgt immer von unten nach oben und von außen nach innen.

Bitte bitte kein starkes Reiben oder Scheuern - denn wir wollen uns ja nicht die Haut wegrubbeln.

  1. Tendenziell beginnt man mit den Füßen und bürstet an den Beinen entlang nach oben bis hin zum Po. Beginne mit der rechten Seite und streiche oder massiere in leicht kreisenden Bewegungen von unten nach oben. Am besten erst die Vorderseite danach die Rückseite massieren. Das gleiche wiederholst du danach auf der linken Seite.

  2. Weiter geht es mit den Armen. Auch hier gilt wieder rechts vor links. Beginne mit dem rechten Handrücken und bürste über die Außenseite der Arme nach oben zur Schulter, danach folgt die Innenseite in der gleichen Richtung. Auch hier wiederhole diese Technik auf der linken Seite.

  3. Beim Bauch ist es wichtig, wo du beginnst und in welcher Richtung du massierst. Starte rechts unten am unteren Bauch und massiere im Uhrzeigersinn nach oben zum Rippenbogen.

  4. Brust und Rücken können ebenfalls in kreisförmigen Bewegungen gebürstet werden.

  5. Beende die Massage mit einer lauwarmen Dusche, damit durch den Peeling-Effekt abgebürstete Hautschüppchen direkt abgewaschen werden können.


und danach?


Danach ist die Haut besonders aufnahmebereit und es empfiehlt sich eine reichhaltige Feuchtigkeitspflege.



when not to do it?


Grundsätzlich ist das Trockenbürsten für jede und jeden geeignet. Jedoch möchte man bei Hauterkrankungen, Ekzemen oder Verletzungen die Haut durch das Bürsten nicht zusätzlich beanspruchen. Das gilt übrigens auch bei Sonnenbrand. Auch sollten empfindliche Stellen immer ausgespart werden. Darüberhinaus hängt es vor allem vom Druck ab, der besonders am Anfang sehr sanft sein sollte. Es empfiehlt sich erstmal mit sehr sanften Bewegungen und ohne viel Druck zu starten. So kannst du nach und nach herausfinden, was sich für dich und deine Haut richtig gut anfühlt.



jasmin's tipp


Ich persönlich besitze eine sehr sensible und sensitive Haut, die sofort gerötet ist, wenn ich sie mal nicht lieb habe. Daher benutze ich die Trockenbürste selbst eher nur 1-2 mal im Monat morgens und nutze die restliche Zeit einen Luffa Schwamm. Dieser fühlt sich für meine Haut viel angenehmer an und erzielt eine sehr ähnliche Wirkung. Auch verwende ich ihn direkt unter der Dusche mit ein wenig Wasser und natürlicher Seife, denn das reizt meine Haut nicht und fühlt sich einfach so gut an, dass ich diese Routine mit dem Luffa Schwamm meist in meine Abendroutine einbaue. Wieso abends? Ich habe dann das Gefühl, dass mein Körper alle Anspannungen des Tages loslässt und abtransportiert. Danach gibt's es eine intensive Feuchtigkeitspflege und meine Haut fühlt streichelzart an. Probiert es gern mal aus!



bon voyage - jasmin